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Streit um öffentlich-rechtliche Onlinepräsenz

July 23rd, 2010 · Keine Kommentare

FAZ-Redakteur Hanfeld bezeichnet ein Gutachten des ehem. Verfassungsrichter Papier als “bestellte Wahrheit”:

“Online ist Rundfunk: Plagten sich ARD und ZDF bislang wenigstens pro forma mit der Auflage herum, ihre Angebote im Internet sollten nicht „presseähnlich“ sein, sind sie nach der Vorstellung des früheren Verfassungsrichters Papier nun aller Rechtfertigungszwänge ledig.”

Der ARD-Vorsitzende Boudgoust reagiert mit einem offenen Brief:

“Selbstverständlich stellen wir uns jeder Kritik. Aber von einem “Ende der freien Presse” und einem “totalen Machtanspruch” der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland zu sprechen, nur weil ein unabhängiges Gutachten des ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Hans-Jürgen Papier, nicht den Interessen der Verlage zu entsprechen scheint, ist völlig unverhältnismäßig und einer seriösen Zeitung unwürdig.”

Dazu ein paar interessante und weiterführende Gedanken von Christian Jakubetz:

“Die Welt von Michael Hanfeld (dessen Sachen ich ansonsten übrigens ziemlich gerne lese) besteht aus schwarz und weiß. Zumindest, wenn es um die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender auf der einen und die Verlage, die Presse auf der anderen Seite geht. Folgt man Hanfeld, dann drohen uns durch die Online-Angebote der Sender Zustände wie in Nordkorea.”

Tags: Journalismus · Rundfunkänderungsstaatsvertrag

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